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Linsberg Asia - Feng Shui

Feng Shui basiert auf einer Jahrtausende alten traditionellen chinesischen Wissenschaft und bedeutet übersetzt "Wind und Wasser". Die daoistische Wissenschaft handelt vom Leben in Harmonie mit der Umgebung und der Natur.
 
Nachfolgend gewähren wir Ihnen mit monatlich fortsetzenden Geschichten einen Einblick in die Lehre des Feng Shui und gleichzeitig in eine Philosophie, die im Linsberg Asia mit großer Sorgfalt umgesetzt wird.

Der alte Mann
Es begann zu einer Zeit, als Long Chen noch ein junger Mann war und die Welt kennen lernen wollte. Er lebte in den Bergen der alten Provinz, ein sanftes Hügelgebiet am Ende einer großen Ebene, an deren Ende sich die große Stadt befand. Long Chen hatte den Beruf seines Vaters erlernt und war Pfannenflicker. Der Vater von Long Chen, San Cai war in seinem fünfundsiebzigsten Jahr erblindet und konnte daher seinen Beruf nicht mehr ausüben. Gleichwohl verbitterte der alte Mann nicht an seinem Schicksal, sondern blieb seinem Sohn und der Gemeinde, in der er wohnte, weiterhin die Stütze, die er immer schon in seinem einfachen Beruf gewesen war. Ein paar Jahrhunderte später würde man ihn einen Eremiten oder weisen Mann genannt haben, der auf Grund seines Schicksals eine ungewöhnliche Tiefe und Lebenssicht erlangt hätte. Damals war er einfach ein alter, erblindeter Pfannenflicker. Long Chen lebte mit seinem Vater in einem Haus, hatte aber schon das Alter erreicht, in dem sich junge Männer eine Frau suchen. Der Beruf eines Pfannenflickers ist in unserer Zeit, in der Dinge, die nicht funktionieren, einfach weggeworfen werden, gar nicht mehr vorstellbar. Wir sind es gewöhnt, unfunktionale Dinge einfach auszutauschen. Die Menschen von damals hätten unsere laute, hektische Zeit wohl kaum verstanden, aber San Cai hätte nur den Kopf nickend bewegt wie er es immer tat, wenn er die Antwort vor der Frage zu erahnen schien. Gesagt hätte er dann einen Satz wie: "Wer seinen Topf einfach wegwirft, nur weil er ein bisschen beschädigt ist, wirft auch einen Menschen weg, nur weil er schlecht hört!"
Natürlich - das merken wir als wirtschaftsgebildete Menschen einer viel moderneren Zeit - konnte San Cai auch gute Werbung für seinen Beruf machen. Die Botschaften jedoch, die er seinen Nachbarn und Kunden gab, waren meist klar und regten zum Nachdenken an.
 
Gehst Du mit den Dingen achtlos um, gehst Du mit den Menschen achtlos um. Gehst Du mit den Menschen achtlos um, gehst Du mit Dir achtlos um.  Gehst Du mit Dir achtlos um, spuckst Du den Göttern ins Gesicht.
 
Das wollte in San Cais Umgebung natürlich niemand und so kamen alle mit ihren Töpfen und Kannen zu ihm und gingen mit einem guten Rat, einer Weisheit oder einfach einem guten Gefühl wieder nach Hause.
Kein Wunder, dass San Cai für die damaligen Begriffe ein wohlhabender Mann war.
Die Fortsetzung lesen Sie auf Seite 2

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